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Schlank werden - schlank bleiben
"4
Kilo in nur 2 Wochen" - mit solchen Versprechen verführen
Werbeslogans Abnehmwillige zum Kauf von teuren Diätprodukten.
"Abnehmen ist ganz einfach", heißt es da und im
Grunde stimmt das auch. "Mit ein wenig Disziplin und einer
mehr oder weniger einseitigen Diät ist es fast immer möglich
das Körpergewicht etwas zu senken", bestätigt Dr.
Markus Klingenberg, "die Schwierigkeit ist nur den erzielten
Erfolg zu stabilisieren."
Die Erfahrung zeigt: Nach der Euphorie über
kurzfristige Erfolge, holt einen schnell wieder der Alltagstrott
ein. In wenigen Tagen ist dann das Ursprungsgewicht wieder erreicht,
manchmal mit einigen "Bonus-Kilos" obendrauf. Umgangssprachlich
wird dies als "Jojo Effekt" bezeichnet.
Ernährung, Bewegung, Verhalten und Organisation
"Um langfristig schlank zu bleiben, kommt es auf ein harmonisches
Zusammenspiel aller Faktoren an", so Klingenberg weiter. Das
schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung für Figurprobleme
verantwortlich sind, ist ja mittlerweile bekannt, aber der Punkt
"Verhalten und Organisation" wird häufig gar nicht
beachtet. "Dabei stellt das den entscheidenden Faktor für
den Erfolg dar", erklärt der Mediziner.
Den meisten Abnehmwilligen ist zumindest in
Grundzügen klar, welche Nahrungsmittel eher geeignet sind und
welche nicht. Ebenso ist es kein Geheimnis, dass Bewegung meist
mehr hilft als schadet; vor allem wenn man sein Gewicht reduzieren
möchte. Wichtig ist nur, dass man regelmäßig Sport
treibt. Es ist besser dreimal die Woche eine halbe Stunde Rad zu
fahren, als am Wochenende drei Stunden am Stück zu joggen.
Organisation ist alles
"Ich weiß ja, aber
", heißt es dann häufig.
Genau dieses "Aber" muss man ernst nehmen und versuchen
die individuelle Situation zu berücksichtigen. Es ist etwas
anderes, wenn jemand beruflich viel auf Reisen ist oder ob er einen
eher berechenbaren Tagesablauf im Büro hat. "Bietet die
Kantine eine adäquate Auswahl oder scheitert die Ernährungsempfehlung
der Fitness-Profis schon hier? Wann, wie und wo kaufe ich ein? Wie
schaffe ich es, dass ich täglich 2 Liter Wasser trinke, ohne
dass es mir wie eine Strafe erscheint? Fragen, die jeder für
sich selbst beantworten muss. Zum Einstieg sollte sich jeder Tipps
vom Fachmann einholen: "Ich stelle mir stündlich den Wecker
und trinke dann je ein Glas Wasser, Tee oder Saft", empfiehlt
Klingenberg.
Das eigene Bewegungs- und Essverhalten hat
sich über Jahre entwickelt. Es kann nur dann geändert
werden, wenn es in einem Gesamtkonzept geschieht und dabei die jeweiligen
Lebensumstände berücksichtig werden.
Hätten Sie's gewusst?
Der Jojo-Effekt
Als Jojo-Effekt bezeichnet man die
unerwünschte Gewichtszunahme am Ende einer Diät. Bei wiederholten
Diäten pendelt das Gewicht auf und ab, wobei das "Endgewicht"
oft höher ist als das Ausgangsgewicht.
Führt man dem Körper zu
wenige Kalorien zu, schaltet er auf Sparflamme. Der Körper
passt sich also der niedrigen Kalorienzufuhr an, um sein Überleben
zu sichern. Anstatt Fett zu verbrennen, schont der Körper in
der Diätphase seine Fettreserven.
Stattdessen wird Muskelgewebe abgebaut.
Da Muskeln permanent, also auch im Ruhezustand, Energie verbrauchen,
sinkt somit der Grundumsatz.
Beendet man die Diätphase, bleibt
der Körper noch eine Zeit lang auf seinem "Notprogramm"
und speichert die nun überschüssigen Kalorien als Fettdepots.
So kann man nach einer Diät sogar dicker werden als vorher.
Genuss statt Verzicht!
Anstelle
einer Diät sollten Sie lieber die Ernährung dauerhaft
umstellen. Der Körper braucht Energie, um richtig zu funktionieren.
Dabei kommt es nicht darauf an, wie viel Sie essen, sondern was
Sie essen!
Tipp: Statt Kalorien zu zählen, sollten
Sie auf eine vollwertige und ausgewogene Ernährung achten.
Reduzieren Sie ungesunde, tierische Fette in
den täglichen Mahlzeiten und verzichten Sie möglichst
auf industriell hergestellten Zucker. Stattdessen sollten Sie gesunde
Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Diese fördern das Wohlbefinden
und sind gut für die Gesundheit. Omega-3-Fettsäuren sind
in Nüssen, Olivenöl oder Fisch enthalten.
Kristallzucker können Sie gegen natürlichen
Fruchtzucker austauschen; statt Schokolade lieber einen Apfel essen,
anstelle von Limonade frisch gepresste Fruchtsäfte trinken.
Doch Vorsicht, bei künstlich hergestellten Fruchtschorlen:
Darin ist oft zusätzlicher Zucker enthalten! Achten Sie auf
die Aufschrift: "Ohne Zuckerzusatz".
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